wer spricht?

mit wem?

worüber?*

* inspiriert bei "wer spricht hier mit wem über wen und mit welchen mitteln?" (sharifi/micossé-aikins 2018: 5)

forschungsprojekt

antidiskriminierung in kulturmanagement-studiengängen

 

das forschungsprojekt zielt auf das entwickeln von möglichkeiten für eine antidiskriminatorische und intersektionale hochschulausbildung für kulturmanager*innen ab. zum einen geht es um die strukturelle anpassung der institutionen und zum anderen um die sensibilisierung der studierenden für (intersektionale) diskriminierung und die wissensvermittlung von antidiskriminierungspraktiken.

das projekt wird von mira riebau am institut für kultur- und medienmanagement der hochschule für musik und theater hamburg durchgeführt. ihre dissertation wird betreut von dagmar abfalter, martin zierold und ben trott.

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grundannahmen

neuausrichtung der hochschulausbildung von kulturmanager*innen

 

der gegenwärtige kultursektor als teil dieser gesellschaft weist eindeutig diskriminierende strukturen auf. das zeigt sich u.a. an den mehrheitlich homogen besetzten führungspositionen, an oberflächlichen diversity-ansätzen und an der unterrepräsentation von menschen marginalisierter gruppen im publikum. um diesen diskriminierenden strukturen entgegenwirken zu können, braucht es nicht nur veränderungen in kulturorganisationen selbst und in der (kultur-)politik und verwaltung, sondern auch in der ausbildung für den kultursektor.

 

mittlerweile sind über 50 studiengänge des kulturmanagements in deutschland, österreich und der schweiz erfasst, von denen einige explizit damit werben, die zukünftigen führungskräfte im kultursektor auszubilden. allerdings haben antidiskriminatorische und intersektionale ansätze bislang kaum einzug in die studienstrukturen und studieninhalte dieser grundständigen studiengänge und berufsbegleitenden weiterbildungen erhalten. es stellt sich also die wesentliche frage: wie sollen diskriminierende strukturen im kultursektor überwunden werden, wenn die ausbildungsorte selbst nicht antidiskriminatorisch und intersektional ausgerichtet sind?

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forschungsinhalte und -vorgehen

online-befragung von studierenden und alumni*ae

im september-november 2022 wurden kulturmanagement-studierende (ab dem 2. semester) und alumni*ae aus deutschland, österreich und der schweiz zu ihren erfahrungen sowie bedürfnissen bezüglich antidiskriminierung im studium und ihren forderungen an die hochschulen befragt.

verschiedene handlungsfelder wie die lehre und forschung, die verschiedenen personengruppen der hochschulen, die organisationsstruktur- und kultur sowie persönliche diskriminierungserfahrungen wurden in der befragung in den blick genommen.

durch die gebündelten antworten soll wissen über zugänge und ausschlüsse und über die neuausrichtung von kulturmanagement-studiengängen gesammelt, veröffentlicht und konkrete maßnahmen gegen (intersektionale) diskriminierung an den hochschulen entwickelt werden. derzeit werden die rund 200 antworten ausgewertet.

 

danke für eure teilnahme und unterstützung!